Hände eines Kindes erkunden ein blaues Tastkissen in der Ergotherapie

Leistung

Ergotherapie

Eine medizinisch-therapeutische Massnahme, die die Handlungsfähigkeit des Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Zielgruppe

Für Kinder & Jugendliche

  • 01Grob- und feinmotorische Anpassungsreaktionen
  • 02Graphomotorik & Stifthaltung
  • 03Wahrnehmungsverarbeitung und Konzentration
  • 04Handlungskompetenz und Lernverhalten
  • 05Schienenanpassung & Hilfsmittelberatung
  • 06Elternberatung und -begleitung
Zielgruppe

Für Erwachsene

  • 01Neurologische, rheumatologische, orthopädische Anliegen
  • 02Selbständigkeit in Alltag und Beruf
  • 03Training von Koordination, Konzentration, Ausdauer
  • 04Gedächtnistraining – auch computergestützt
  • 05Hilfsmittel- und Schienenanpassung
  • 06Begleitung und Instruktion der Bezugspersonen

Konzepte

Behandlungskonzepte

Sensorische Integration (J. Ayres)Bobath-TherapieAffolter-TherapieFunktionelle BewegungslehrePRPP – HandlungserfassungPerfetti-KonzeptMarburger KonzentrationstrainingTriggerpunkt- & Manuelle TherapieVerhaltenstherapie n. Jansen/StreitLösungsorientierte Therapie

Elternberatung

Lösungsorientiert und alltagsbezogen – punktuell oder regelmässig, auch unabhängig von einem Therapie-Besuch.

Tiergestützte Intervention

Hund oder Pferd als Co-Therapeuten: Förderung von Koordination, Wahrnehmung, Motivation und sozialer Kompetenz.

Trauer-Begleitung

Einfühlsame Begleitung bei Verlust, Veränderung oder Abschied – nach Bedarf auch in der Natur.

Aus der Praxis

Fallbeispiele

Echte Geschichten aus dem Therapie-Alltag – Einblicke in Ziele, Vorgehen und kleine Wunder.

Para-Dressurreiterin mit Pferd Coronado
Fallbeispiel 1

Ergotherapie nach Unfall

Frau Z., 30 Jahre

Nach einem schweren Sturz erlitt Frau Z. vor einigen Jahren eine inkomplette Paraplegie. Nebst verschiedenen dadurch entstandenen körperlichen Komplikationen traten zunehmender Kontrollverlust der Hände und Finger (u.a. abnehmende Handkraft und Fingerbeweglichkeit) aufgrund von Spastizität auf, die u.a. ihre Leidenschaft, das Reiten im Para-Dressurteam und insbesondere dort das Halten der Zügel, aber auch das Ergreifen und Halten von Gegenständen im Alltag zunehmend verunmöglichten. Nach Anpassung von Nacht-Lagerungsschienen ist zu beobachten, dass sich die Krämpfe deutlich verringern und ihr das Halten der Zügel oder der Skistöcke beim Monoski fahren und das Ergreifen von Gegenständen wieder deutlich besser gelingen.

Älterer Herr interagiert mit Therapiehündin
Fallbeispiel 2

Ergotherapie nach Erkrankung

Herr W., 73 Jahre

Aufgrund einer Parkinson-Erkrankung bestehen Bewegungs- und Koordinationseinschränkungen sowie Verzögerungen bezüglich Merk- und Reaktionsfähigkeit. Wechselseitige und beidhändige Ballübungen regen die Augen-Hand-Koordination und das Zusammenspiel beider Hirnhälften an. Weitere Inhalte: Alltags-Strukturierung, Aufgaben-Erarbeitung für Gedächtnis-Training, Entspannungs- und Koordinationsübungen, Begleitung bei neuen Alltags-Herausforderungen wie E-Mail- und Messenger-Nutzung, sowie Verarbeitung von tiefergreifend verändernden Situationen.

Aufbauende Interaktion durch Ball-Apportieren durch therapie-erfahrene Hündin.

Kind drückt Pop-It Spielzeug mit beiden Händen
Fallbeispiel 3

Augen-Hand-Koordination

E., 7 Jahre

Bei erschwertem Spüren und demzufolge vermindertem Einsatz der Finger, der für das Hantieren (z.B. Schreiben, Schneiden) wichtig ist, erwies sich der Einsatz von Farb-Referenzpunkten als hilfreich, um die Finger einzeln besser wahrzunehmen, einzusetzen und die Augen-Hand-Koordination anzubahnen.

Kind arbeitet konzentriert mit feinmotorischem Material
Fallbeispiel 4

Feinmotorik & Koordination

T., 8 Jahre

Ziele waren das Wecken der Freude am Zeichnen und der optimalen Stifthaltung. Anbahnen des Spitzgriffs und der bilateralen Koordination – Herstellen und Bemalen von Perlen für eine Kette, Zeichnen von Stundeninhalten. Innerhalb kurzer Zeit liebte sie zu zeichnen und Buchstaben zu malen. Der anfängliche Faustschluss entwickelte sich zum geeigneten Dreipunkt-Griff. Wichtig waren ausserdem Gleichgewichtsreaktionen und bilaterales Hantieren.

Holzbrett mit farbigen Stecker-Übungen
Fallbeispiel 5

Handlungsplanung

Werk-Tätigkeiten

Um Handlungsplanung und -Durchführung, das Umsetzen eigener Ideen, das Hantieren an sich, den Werkzeug-Gebrauch sowie bilaterale und Augen-Hand-Koordination zu fördern, eignen sich alltagsbezogene oder Werk-Tätigkeiten. Wichtig sind das Erlernen des Schraubens, der feinmotorischen Koordination, das Erweitern der taktilen Toleranz, das Entwickeln eines zielgerichteten Ablaufs und das Nutzen der Freude für handwerkliche Tätigkeiten zur Erweiterung der Merkfähigkeit.

Kind klettert auf bunten Therapie-Klötzen
Fallbeispiel 6

Grobmotorik & Koordination

L., 7 Jahre

Ziele waren bei dieser Aufgabe Kraftaufbau und Koordination zwischen unterer und oberer Extremität sowie längere Ausdauer und Mut zu körperlichen Aktivitäten.

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